mvs verlag

Schön, dass Sie mal reingucken!
Lassen Sie sich, ehe Sie diese Website durchstöbern, kurz erläutern, was mich 2009 veranlasste, ausgerechnet so etwas Anachronistisches wie einen Verlag zu gründen, der veritable Bücher produziert – in Zeiten von E-Books und Apps.
Geschrieben habe ich „schon immer“. 1981 kam mein Erstling beim Inselverlag heraus: „Lohengrin“, ein umfangreicher Band mit Richard Wagners Bühnentext, einem Kommentar, zahlreichen Abbildungen und Dokumenten. In gleicher Weise folgten kurz darauf „Die Meistersinger“, „Die Feen“ und „Parsifal“. Wieso immer Richard Wagner? Das hatte damit zu tun dass meine Doktorarbeit – ich habe in Hamburg und Frankfurt Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft studiert – sich mit den Werken dieses singulären Genies befasste.
Dann erhielt ich Post von Martin Gregor-Dellin, dem Herausgeber der Cosima-Tagebücher und Verfasser der heute maßgeblichen Wagner-Biographie. Ob ich mit ihm ein Wagner-Lexikon machen wolle. Ja, wollte ich. Es erschien als „Hermes Handlexikon“ bei ECON. Später sprach Bodo Harenberg, der Verleger, mich auf der Frankfurter Buchmesse an. Ob ich nicht mal ein Richard-Wagner-Reisebuch machen wolle. Wollte ich auch. Es erschien in der Reihe „Bibliophile Taschenbücher“, die einmal Kultstatus hatten.
Danach trat eine mehr als 25-jährige Publikationspause ein, weil für den Lebensunterhalt einer kleinen Familie zu sorgen war. Gegen Ende dieser Berufszeit, in der ich übrigens viele Texte und Printobjekte zu fabrizieren hatte, was mir jetzt zugute kommt, gründete ich den mvs verlag, um mich „danach“, im so genannten Ruhestand, wieder jenen Tätigkeiten zu widmen, die mir ab liebsten sind – nachdenken, schreiben, gute Bücher machen (inhaltlich, handwerklich).
Mittlerweile bin ich um einiges an Erfahrung reicher. Etliche Projekte, die anfangs vorgesehen waren, mussten „auf Eis“ gelegt werden (wo sie sich noch immer befinden). Geblieben ist aber der Impetus, so etwas wie publizistische Kulturarchäologie zu betreiben, Vergangenes und Vergessenes wieder sichtbar werden zu lassen, vor allem Themen des 19. Jahrhunderts zu behandeln (z. B. Richard Wagner) und auf deren fortdauernde Relevanz aufmerksam zu machen. Was im mvs verlag bisher erschienen ist, bestätigt dies.
Auch künftig will und kann der mvs verlag nicht für den breiten Markt produzieren, sondern wendet sich fakultativ an Leserinnen und Leser, deren Interessen denen des Verlegers ähneln. Wer sich von den Hervorbringungen des mvs verlag angesprochen fühlt, möge doch bitte auch anderen davon erzählen!
Darüber würde sich sehr freuen

Michael von Soden